Nationales Stipendienprogramm auch für FH-Lingen interessant
Begabung, Leistung und Engagement gefragt
Ein Studienstipendium in Höhe von monatlich 300 Euro, unabhängig vom Einkommen der Eltern und hälftig finanziert von öffentlicher Hand und Privaten, das ist das Ziel eines Gesetzentwurfs der Koalitionsfraktionen, der am Freitag im Bundestag in erster Lesung beraten wird. „Ein Modell, das auch für den FH- Standort Lingen interessant wäre“, so der CDU- Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues. Die Stipendienkultur ist in Deutschland bislang schwach ausgeprägt. Nur etwa zwei bis drei Prozent aller Studierenden werden durch Stipendien gefördert. Diese werden zu einem beträchtlichen Teil aus staatlichen Mitteln finanziert. Ab dem Wintersemester 2010/ 2011 soll das nationale Stipendienprogramm den Hochschulen ermöglichen, bis zu acht Prozent ihrer Studierenden zu fördern. Insgesamt ist das Ziel, jedem zehnten Studierenden ein Studienstipendium zu ermöglichen. Dazu müssen aber auch private Mittel von Unternehmen, Stiftungen, Vereinen oder Ehemaligen eingeworben werden. „Wir sind uns einig, dass Deutschlands Zukunftschancen bei gut ausgebildeten Fachleuten liegen. Wenn wir uns zu einer Wissensgesellschaft entwickeln wollen, ist mehr gefragt, als nur rein staatliche Mittel“, so Kues. Es werde einen Wettbewerb zwischen den Hochschulen geben. Die Attraktivität des Studiums werde steigen, so Kues weiter. Neben Begabung, Leistung und sozialem Hintergrund solle auch die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, bei der Stipendienvergabe berücksichtigt werden. Engagement solle belohnt werden. „Ein ganz wichtiger Punkt“, betont Kues. Es sollen mehr junge Menschen für ein Studium gewonnen werden.
