Landwirtschaft braucht eine stabile Politik
Friedrich-Otto Ripke, Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, war auf Einladung des CDU-Bundestagsabgeordneten Hermann Kues beim Landwirtschaftlichen Kreisverein Lingen zu Gast. Gegenüber den Vertretern der landwirtschaftlichen Verbände zollte Ripke den emsländischen Bauern seine Anerkennung: "Vom Emsland können wir etwas lernen, da die Landwirte hier sehr erfolgreich sind."
Ripke ging in seinem Vortrag auf aktuelle Herausforderungen der Landwirtschaft ein. Der Landwirt als Unternehmer sei Realität, trotzdem sei man auch in Zukunft auf die europäischen Direktzahlungen angewiesen. Dafür sei es wichtig, die Akzeptanz der Landwirtschaft in der Bevölkerung weiter zu stärken. Es stimme ihn hier zuversichtlich, dass
die Bedeutung der Landwirtschaft zunehmen werde: " Bei allen großen Aufgaben – Rohstoffversorgung, Ernährungswirtschaft, Klimaschutz, Energiewirtschaft – kommen wir an der Landwirtschaft nicht vorbei."
Konkret ging Ripke unter anderem auf die Situation auf dem
Stärkekartoffelmarkt sowie auf dem Milchmarkt ein. Angesichts der
Hilfsmaßnahmen, wie beispielsweise das Vorziehen der Direktzahlungen und
die Entlastung beim Agrardiesel, sei er hoffnungsvoll, dass sich die
Situation der Milchbauern entspannen werde. Das
Landwirtschaftsministerium werde sich bei den Themen auf Bundesebene und
auf europäischer Ebene für die niedersächsischen Interessen einsetzen.
Hermann Kues ergänzte: "Angesichts der großen Aufgaben brauchen wir eine
stabile Politik in der Landwirtschaft." Als Abgeordneter aus dem
ländlichen Raum sehe er auch weiterhin den Einsatz für die Interessen
der Landwirtschaft als eine wichtige Aufgabe seiner Arbeit an.
