Kues: „Glaubwürdigkeit zurück gewinnen“
Diskussion ohne Tabus auf Kirchentag
Der am Mittwoch beginnende 2. Ökumenische Kirchentag ist nach Auffassung des Parlamentarischen Staatssekretärs und CDU- Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann Kues eine gute Gelegenheit, über die schwierige Situation der Kirche offen zu diskutieren. „Nur so kann Glaubwürdigkeit zurück gewonnen werden und Neues entstehen“, so Kues. Jede Abschottung gegenüber strukturellen Fragestellungen sei nicht hilfreich. Auch das Verhältnis von Kirche und Staat gehöre zur Debatte. „Eine intakte Rolle der Kirche ist im Interesse unserer Gesellschaft“, ist Kues überzeugt. Allerdings helfe es der Kirche nicht viel weiter, an die ständige Reformbedürftigkeit der Institution zu erinnern, aber dann keine Reformen auf den Weg zu bringen, so Kues.
Kirchentage seien auch ein Anlass, gesellschaftliche und politische Entwicklungen aus einer ethischen Perspektive zu reflektieren. „Die Frage, wie es angesichts der Wirtschaftskrise weiter geht, beschäftigt viele Menschen. Die Auswirkungen auf unser Zusammenleben werden auch auf dem Kirchentag ein zentrales Thema sein“, so Kues weiter. Auch Kues wird auf verschiedenen Podien mit diskutieren. Wer den Kirchentag besucht, kann ihn unter anderem am 13. Mai um 13 Uhr auf einer Podiumsdiskussion zur "Zukunft der jungen Generation“ im Saal 13 erleben. Am 15. Mai spricht er um 10 Uhr im Haus der KKV München zur "Renaissance der Sozialen Marktwirtschaft“ und nimmt um 14 Uhr an einer Podiumsdiskussion zum Thema "Alter und Arbeit" in der Halle B1 teil.
