Kues: Girls' Day Chance für Mädchen
Hannover.- Zu dem Aktionstag auf der diesjährigen Hannover Messe hatte sich auch der Parlamentarische Staatssekretär im Familienministerium Dr. Hermann Kues angesagt. "Gerade die Hannover Messe als technische Messe ist ein sehr guter Ort, das Interesse von Mädchen und Frauen an technischen Berufen zu wecken", so der Staatssekretär. Der Girls’Day sei eine hervorragende Chance für Mädchen, in technische Berufe hineinzuschnuppern. Kues, selbst Vater von drei Töchtern, rief die Wirtschaft dazu auf, den Tag mit noch mehr guten Angeboten und Ideen aufzuwerten und ermunterte die Mädchen, sich mehr auf technische Berufe einzulassen.
Der Girls’ Day ist ein Aktionstag im Jahr, der speziell Mädchen und Frauen für technische Berufe motivieren soll. Er soll dazu beitragen, den Anteil der weiblichen Beschäftigten in den so genannten Männerberufen zu erhöhen und damit den sich abzeichnenden Fachkräftemangel in der Industrie verringern. Für immer mehr ehemalige Girls’ Day-Teilnehmerinnen hat die Zukunft als Auszubildende in einem technischen Beruf schon begonnen. Insgesamt haben bereits fast eine halbe Million Mädchen mitgemacht.
Verschiedene Unternehmen, überwiegend in der Industrie, laden Mädchen ab Klasse 5 in ihr Unternehmen ein und geben Gelegenheit, Arbeitsplätze in Technik, Naturwissenschaften, Handwerk und IT kennen zu lernen. Der größte Teil der Unternehmen und Institutionen (über 80%) lädt zum Girls’ Day interessierte Mädchen zu sogenannten "offenen" Veranstaltungen ein. In einem kleineren Teil der Organisationen erhalten Mitarbeitertöchter, die Gelegenheit den Arbeitsplatz ihrer Eltern kennen zu lernen. Üblicherweise wird der Girls’ Day von einem Rahmenprogramm begleitet, bei dem die Mädchen den Betrieb vorgestellt bekommen und Gelegenheit haben, selbst Fragen zu stellen und aktiv zu werden.
In Deutschland ist der Girls’ Day eine Gemeinschaftsinitiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Initiative D21, der Bundesagentur für Arbeit, des Deutschen Gewerkschaftsbundes, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks und des Bundesverbands der Deuchen Industrie.
Auf dem Foto ist in der Mitte auch die Torfrau der deutschen Frauenweltmeistermannschaft im Fußball zu sehen.
