Kues: Bahn wird dem Schicksal deportierter jüdischer Kinder gedenken

Kues: Bahn wird des Schicksals deportierter jüdischer Kinder gedenken

MdB setzte sich ein für eine Ausstellung auf Bahnhöfen

Lingen/Berlin. Auf das Schicksal 11.000 ermordeter jüdischer Kinder, die zwischen 1942 und 1944 über das Streckennetz der Deutschen Reichsbahn deportiert wurden, will eine Ausstellung auf deutschen Bahnhöfen aufmerksam machen. Die Deutsche Bahn AG blockte in dieser Sache ab. Wie der hiesige Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues mitteilte, konnte aber nun eine Einigung erzielt werden.

Zuvor waren die Fronten zwischen dem Zentralrat der Juden als Initiator und der Deutschen Bahn AG verhärtet gewesen. Die Bahn gab organisatorische und rechtliche Bedenken als Ablehnung der Ausstellung auf Bahnhöfen an. "Aus diesem Grund wurde ich vom Generalsekretär des Zentralrates Stephan J. Kramer um Unterstützung in dieser Angelegenheit gebeten", erläutert Kues. In der CDU/CSU-Fraktion war schnell klar, das Anliegen zu unterstützen und hier tätig zu werden. "Ich finde die Ausstellung sehr wichtig. Vor dem unermesslichen Schicksal der Juden im Nationalsozialismus dürfen die Augen niemals verschlossen werden", so der Abgeordnete. Auf Vermittlung der Unionsfraktion trafen sich schließlich Vertreter des Zentralrates und der Bahn AG. Ergebnis: Die Bahn AG gab ihre Bedenken auf. Nun gilt als sicher, dass die Ausstellung sowohl in Berlin im Verkehrsministerium, im Bahnmuseum in Nürnberg, aber auch auf einigen Bahnhöfen gezeigt werden wird.
"Über dieses Ergebnis habe ich mich sehr erfreut", vermerkte Kues, der sich auch im Zentralkomitee der Katholiken engagiert. Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden habe ihm persönlich für das Engagement in dieser Sache gedankt.



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