Kues: Bahn AG bestätigt, Emsland wird nicht abgehängt
Lingen. – Das Emsland wird zum Bahn-Fahrplanwechsel am
15. Dezember 2002 nicht vom Fernverkehr abgekoppelt. Eine entsprechende Meldung der „Berliner Zeitung", die über Ostern für Aufregung gesorgt hatte, beruhe auf veralteten Planungsunterlagen der Bahn AG. Diese Einschätzung gaben die beiden emsländischen Abgeordneten Dr. Hermann Kues und Heinz Rolfes bekannt.
Sie hätten sich noch einmal von „einer maßgeblichen Stelle" der Bahn-AG in Frankfurt bestätigen lassen, daß sich gegenüber dem Gesprächsergebnis vom 6. März 2002 nichts geändert habe. Seinerzeit war den beiden Politikern bei einer ausführlichen Unterredung zusammen mit Landrat Hermann Bröring die Aufrechterhaltung der Linie 23 Norddeich-Emden-Karlsruhe zugesichert worden. Von Seiten der Bahn AG hatten der für den Fernverkehr zuständige Vorstandsvorsitzende der Bahn-Tochter „Reise und Touristik", Dr. Christoph Franz, sowie der zentrale Fahrplangestalter Ingulf Leuschel daran teilgnommen. „Wir hatten seinerzeit das erste mal das Gefühl", so Kues und Rolfes, „im großen Bahn-Konzern mit den für unsere Fragen entscheidenden Leuten zu reden."
Kues und Rolfes betonten nun, daß aufgrund der überholten Bahnunterlagen die falschen Meldungen zustande gekommen seien, man werde allerdings auch in Zukunft Obacht geben müssen, da es zumindest „Gedankenspiele" in Richtung einer Schließung der Fernverkehrsverbindung gegeben habe.
„Wir haben seinerzeit in Frankfurt zusammen mit dem Landkreis allerdings unmißverständlich klargemacht, daß wir keinen Augenblick zögern werden, politisch eine private Alternative zur Bahn AG einzufordern, wenn diese den ländlichen Raum nicht mehr bedient", so Kues und Rolfes.
Im Emsland benötige man die Fernverkehrshaltepunkte Papenburg, Meppen und Lingen. Rheine sei ein wichtiges Eisanbahnkreuz für den Anschluß an die Ost-West-Verbindung. Den Kreuzungspunkt Rheine hätten sowohl die Landesregierung in Hannover wie die Landesregierung in Düsseldorf zu wenig im Blick.
Wie Kues und Rolfes weiter mitteilten, werde die bisherige Interregio-Linie 23 Schritt für Schritt auf IC-Standard umgerüstet. Notwendig ist nach Auffassung der beiden Abgeordneten auch eine Verbesserung des Nahverkehrs. Man brauche unter anderem einen attraktiven Wagenpark, so wie er in den Ballungsräumen gang und gäbe sei.
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