Kues: „Anerkennung von Vielfalt und Zivilcourage sind unverzichtbare Werte„
"Ständige Anne-Frank-Ausstellung ist Meilenstein für politische Bildung"Berlin/ Lingen.- "Wir dürfen eine Diskriminierung von Menschen anderen Glaubens nicht hinnehmen.", mahnte der Lingener Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues im Rahmen der Eröffnung der Ausstellung "Anne Frank.hier&heute" in Berlin.
"Die Geschichte von Anne Frank elektrisiert die Menschen bis heute." Sie sei Symbol für den Holocaust und ein persönliches Zeugnis eines jungen Mädchens. Dadurch könne die heutige Jugend ihr Schicksal mitempfinden, gegenseitigen Respekt und Toleranz lernen, so der Bundestagsabgeordnete.
Der Anstieg rechtsextremer Gewalttaten und der Einzug der NPD in den Landtag von Mecklenburg- Vorpommern seien bedrohliche Tatsachen, die tief betroffen machten, so Kues weiter. Der Staat müsse hier auf der einen Seite aufklären, auf der anderen Seite aber auch kompromisslos gegen Straftäter vorgehen. Das Schicksal des jüdischen Mädchens Anne Frank in der Nazizeit, sei besonders geeignet, um vor allem bei jungen Menschen Mitempfinden zu wecken, da sie sich in die Gedanken des Mädchens hineinversetzen könnten. Deswegen habe die Bundesregierung die neue Dauerausstellung im Rahmen des Aktionsprogramms "Jugend für Toleranz und Demokratie- gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" gefördert. "Den anderen als Mensch zu begreifen, das ist Basis gegenseitigen Respekts."
