„Einmalige Chancen für junge Leute“
Nordhorner Schüler diskutierten über Europa
Anlässlich des Europatags diskutierten Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen des Gymnasiums in Nordhorn mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann Kues über das Thema „Europa und Jugendliche“. „Das vereinte Europa bietet insbesondere jungen Leuten einmalige Chancen, die noch vor gar nicht so langer Zeit als undenkbar galten“, so Kues zu den Schülern. Von Reisen ohne Grenzkontrollen über Schüleraustausch bis hin zu Ausbildung oder Studium im Ausland, all dies scheine heute wie selbstverständlich, sei aber ohne das friedliche Zusammenwachsen Europas undenkbar, so Kues weiter. „Politik live“ sollten die Schülerinnen und Schüler erleben, so Oberstudiendirektorin Monika Woltmann. Und in der Tat, die gut vorbereiteten Gymnasiasten nutzten die Gelegenheit und hinterfragten kritisch, ob der Einfluss der EU auf Deutschland in einigen Bereichen bereits zu groß sei. Kues führte an, generell müsse das Subsidiaritätsprinzip gelten. „Die Europäische Gemeinschaft soll nur tätig werden, wenn die Maßnahmen der Mitgliedstaaten nicht ausreichen und wenn die politischen Ziele besser auf der Gemeinschaftsebene erreicht werden können.“ Es gebe Bereiche, wie die Wirtschaftspolitik, in der gemeinsam große Erfolge erzielt würden. Die Arbeitsmarktpolitik sei hingegen ein Beispiel für einen Bereich in der nationale, und sogar lokale Lösungen, erfolgsversprechender seien, so Kues weiter. Auch die Griechenlandkrise wurde ebenso wenig ausgespart wie ganz praktische Fragen nach der Zahlung von Bafög während eines Auslandssemesters. „Wer im Ausland studiert, hat auch dort unter bestimmten Umständen Anspruch auf Bafög“, erklärt Kues. Die jungen Nordhorner planen ihre Zukunft europäisch. Eine wichtige Erkenntnis aus dem zweistündigen Gespräch.
Hier dazu ein Beitrag der Ems-Vechte-Welle


