Bundestag setzt sich für grenzüberschreitenden Schienenverkehr ein

Kues: West-Ost-Korridor nach Amsterdam wird priorisiert

Lingen/Berlin. Der Deutsche Bundestag hat sich jetzt offiziell dafür ausgesprochen, trans-europäische Schienenwege weiter auszubauen. Im Blick sei dabei auch die West-Ost-Zugverbindung Warschau- Berlin-Amsterdam/Rotterdam, so der hiesige Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues. Diese internationale Zugstrecke werde durch den Beschluss weiter gestärkt.

Der Beschluss geht auf eine Initiative der CDU/CSU und FDP- Bundestagsfraktionen zurück. Im Kern geht es darum, bei Verkehrsplanungen gute grenzüberschreitende Verkehrsverbindungen zu bevorzugen. Sie seien ein entscheidender Faktor, „um die regionalen Potenziale besser zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit im wachsenden europäischen Binnenmarkt zu stärken“, so der Antrag. So soll im Rahmen des europäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) beispielsweise der West-Ost-Korridor Warschau " Berlin- Amsterdam/Rotterdam weiterentwickelt werden, u.a. gemeinsam mit Polen. Der Deutsche Bundestag sprach sich dafür aus, diesem grenzüberschreitenden Schienenverkehrsachsen ein stärkeres Gewicht bei Aufstellung des neuen Bundesverkehrswegeplans 2015 zu geben. Entsprechende Vorhaben sollten nach Möglichkeit beiderseits der Grenzen beschleunigt werden. Darüber hinaus soll darauf hingewirkt werden, dass einheitliche technische Spezifikationen und einheitliche europäische Regeln über Ländergrenzen hinweg gelten.

„Der Beschluss unterstreicht die Bedeutung der für unsere Region sehr wichtigen Zugstrecke Berlin-Rheine-Amsterdam“, freute sich Dr. Kues. Gemeinsam mit dem Land Niedersachsen könne man nun starten, weitere Verbesserungen der Strecke beispielsweise in die Niederlande zu planen, so der CDU-Politiker.