„Bürgerarbeit“ für Langzeitarbeitslose in der Grafschaft
Kues: „ Aktiv sein, auf dem Weg zum neuen Arbeitsplatz“
„Langzeitarbeitslose aus der Grafschaft Bentheim können zukünftig über das Grafschafter Comeback vom neuen Bundesprogramm „Bürgerarbeit“ profitieren“, dies teilt der CDU- Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues aus einem Schreiben des zuständigen Parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Ralf Brauksiepe mit. Das vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderte Projekt hat das Ziel, die Arbeitslosen zunächst in einer halbjährigen Aktivierungsphase individuell und gezielt zu fördern. Wenn nach dieser Zeit noch kein Arbeitsplatz gefunden ist, steht eine gewisse Anzahl „Bürgerarbeitsplätze“ zur Verfügung. Diese Arbeitsplätze seien gemeinnützig und sollten keinen regulären Arbeitsplatz verdrängen. Während der Bürgerarbeit werde das gezielte Coaching und die Vermittlung der Arbeitslosen auf dem Arbeitsmarkt fortgesetzt. „Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass die Arbeitslosen in dieser Zeit aktiv sein können, positive Erfahrungen sammeln und sich selbst weiter entwickeln. Sie erhalten Geld für eine Leistung, die sie erbringen und fühlen sich nicht als Kostengänger des Staates“, so Kues. Und auch die Grafschaft profitiert. Nach und nach sollen Bürgerarbeitsplätze im sozialen und gesellschaftlichen Bereich entstehen. Nachbarschaftshilfe, Einkaufen für ältere Menschen, Schulwegbegleitung oder Engagement im Bereich der Pflege werten das Zusammenleben auf. Das Grafschafter Comeback plant zunächst etwa 20 Bürgerarbeitsstellen einzurichten. Das Ziel seien aber 110 Plätze. Die Umsetzung erfolgt in drei Phasen. Die Auswahl und Aktivierung der Teilnehmer liege in diesem Jahr an. Ab dem Frühjahr 2011 sollen Bürgerarbeitsplätze zur Verfügung stehen. Es sei eine Aktivierung von mindestens 600 Personen vorgesehen. Bundesweit sollen 34.000 Bürgerarbeitsplätze entstehen. Das Projekt soll zunächst drei Jahre laufen und hat ein Gesamtvolumen von 1,3 Milliarden Euro.
