Betriebsräte der Emslandstärke sprechen mit Carstensen und Kues

Emslandstaerke gr Betriebsräte der Emslandstärke sprechen mit Carstensen und Kues

Kartoffelstärkeproduktion durch EU-Pläne gefährdet

Betriebsräte der Emslandstärke sprechen mit Carstensen und Kues

Kartoffelstärkeproduktion durch EU-Pläne gefährdet

Berlin/Emlichheim.- Betriebsräte der Emslandstärke und Vertreter der Gewerkschaft Nahrung, Genuß, Gaststätten (NGG) suchten in Berlin Kontakt zu maßgebenden Politikern aus dem Landwirtschaftsbe-reich. Auf Vermittlung des hiesigen CDU-Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann Kues fand ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Landwirtschaft der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Harry Carstensen, statt. Den Arbeitnehmervertretern drückt der Schuh bei den Vor-schlägen von EU-Landwirtschaftskommissar Fischler hinsichtlich der Änderungen bei der Agenda 2000. Sie sehen Tausende Arbeits-plätze in Gefahr.

Die Fischler-Pläne sehen eine Entkopplung der Direktzahlungen von produktions- zu betriebsbezogenen Einkommenszahlungen vor. Das bedeutet weniger Bürokratie, resümierten die CDU-Polkitiker, brächten im speziellen Fall der Stärkekartoffelanbauer aber Probleme. Diese liegen nach Darstellung der Arbeitnehmervertreter darin, daß der Arbeitsaufwand für Stärkekartoffeln etwa 5 mal so hoch wie für Weizen und häufig die Flächen nur gepachtet sind. In Zukunft soll aber der Eigentümer und nicht der Pächter die Flächenprämie erhalten. Zusätzlich ist noch eine Flächen-stillegung von 10 Prozent vorgesehen. Ein Landwirt erwirtschaftet deshalb dann den größten Gewinn, wenn er auf seiner Fläche mit dem geringsten Aufwand arbeitet. Die Folge: Der arbeitsaufwändige Kartoffelanbau würde zurückgehen und damit den Stärkefabriken der Rohstoff ausgehen. Schließungen wären die Folge.
Beim Gespräch mit dem Vorsitzenden der CDU-Arbeitsgruppe Landwirt-schaft im Bundestag, Peter Harry Carstensen, sowie dem hiesigen CDU-Bundestagsab-geordneten Dr. Hermann Kues wurden mögliche Schritte erörtert, das berechtigte An-liegen der Kartoffelstärkeproduzenten gegenüber der EU durchzusetzen. Gefordert werden sowohl eine Bestandsgarantie der bisherigen Regelun-gen bis 2006, dem Laufzeitende der Agenda 2000, als auch Sonderrege-lungen für den Stärkekartoffelanbau. Seitens der CDU-Agrarexperten gebe es die Bereitschaft etwas zu tun. Man wolle im Gespräch bleiben, sagt Kues, und weitere Vorschläge erörtern. Daß etwas passieren müsse, sei klar. Die Lösung müsse den Bestand der Kartoffelstärkeproduktion si-chern. Möglichkeiten dazu sehe er darin, so Kues, die Kartoffelstärke, die ja zu über 50 Prozent in den Nonfood-Bereich gehe, eventuell aus den Agrarrefor-men herauszunehmen.



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