Angebote wie die Babyklappe in Nordhorn können Leben retten

Vertrauliche Geburt in extremer Not ermöglichen

„Ich bin mir sicher, dass es Babyklappen oder ähnliche Angebote auch in Zukunft geben wird“. Zu diesem Ergebnis kommt der hiesige Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Kues. Der CDU-Politiker stimmt damit der Empfehlung des Deutschen Ethikrates, Babyklappen zu schließen, nicht zu. Es gebe gute Gründe für solche Angebote für Frauen in extremer Not. In Nordhorn gibt es seit acht Jahren ein solches Angebot. Es wird vom Sozialdienst katholischer Frauen Nordhorn e.V. an der Euregio-Klinik betreut. Kues sieht es kritisch, dass der Ethikrat seine Forderungen sehr grundsätzlich erhebt, ohne die Leistungen bestehender Angebote näher zu betrachten.

So gebe es bei den meisten Babyklappen bereits die Möglichkeit, dass Kinder nicht komplett anonym abgegeben werden und Mütter sich später zu erkennen geben können. Kues plädiert für eine breite Diskussion über die ethischen Konflikte rund um die anonyme Geburt. Dabei sei es wichtig, dass die rechtliche Grauzone, in der sich die Babyklappe derzeit befinde, beseitigt werde. Wichtig sei hier der Punkt, dass Babyklappen Leben retten können: „An erster Stelle zählt, dass die Babys überleben. Sonst würde sich die Frage nach der Herkunft gar nicht stellen“, so der Christdemokrat. Das Bundesfamilienministerium habe eine Studie zum Beitrag von Babyklappen in Auftrag gegeben. Er sei zuversichtlich, dass die Ergebnisse dabei helfen werden, wie Angebote, wie die Babyklappe, weiter entwickelt werden können.



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